Drei Millimeter sind für eine Krabbe eher die Größenordnung eines Krümels. Genau so klein ist Pachycheles ravichandrani, eine neu beschriebene Porzellankrabbe vom Korallenriff vor Agatti im indischen Inselgebiet Lakshadweep.

Die Forschenden vom indischen National Bureau of Fish Genetic Resources stellten die Art gemeinsam mit einer weiteren Neuentdeckung aus indischen Gewässern vor. Die winzige Krabbe gehört zu einer Gruppe, die auf Korallenriffen beim Nährstoffkreislauf mitwirkt.

Die Meldung ist ein schöner Gegenentwurf zum üblichen Bild von Meeresentdeckungen: Kein Riesenkalmar, kein Tiefseeungeheuer – sondern ein Tier, das bequem auf die Kuppe eines Fingers passt und trotzdem neu für die Wissenschaft ist.

Woher wir das wissen

Diese Meldung stützt sich auf eine öffentlich nachlesbare Originalquelle. Sie ist hier direkt verlinkt — prüf sie gern selbst nach.

Zur Originalquelle bei ICAR – National Bureau of Fish Genetic Resources, Indien ↗

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Kurz erklärt

Porzellankrabben sind kleine Krebstiere, die trotz ihres Namens echte Krabbenverwandte sind. Pachycheles ravichandrani lebt am Korallenriff von Agatti und ist mit etwa drei Millimetern tatsächlich kleiner als eine Fingerspitze.

Warum das bemerkenswert ist

Bei neuen Arten geht es nicht nur um einen Namen. Gerade an Korallenriffen können selbst sehr kleine Tiere Teil von Kreisläufen sein, die Nährstoffe bewegen und das Ökosystem stabil halten.

Tiefer rein

Die Art wurde nach dem früheren indischen Erdwissenschaftssekretär M. Ravichandran benannt. Kennzeichen sind unter anderem Borsten an bestimmten Panzerkanten und eine besondere Form der kleineren Schere.

Noch mehr Fakten

Das indische Forschungsteam stellte gleichzeitig noch einen neuen Schlangenaal aus der Bucht von Bengalen vor. Die Beschreibung der Krabbe erschien in der begutachteten Fachzeitschrift Zootaxa.