Echoortung verbindet man mit Fledermäusen und Zahnwalen. Ein Forschungsteam des Kunming Institute of Zoology zeigte nun, dass auch Asiatische Spitzmausmaulwürfe Schall und Echo zur Orientierung einsetzen.
Die Tiere sind klein, leben meist verborgen und gehören nicht zu den gut bekannten Fledermäusen. Für die Forschung ist das wichtig: Damit gibt es eine weitere, unabhängig entstandene Form der Echoortung bei Säugetieren.
Das Team verglich dafür Lautdaten von fast tausend Säugetierarten. Ausgerechnet ein unscheinbares Tier aus den Bergregionen Südwestchinas erweitert damit ein Forschungsfeld, das lange recht übersichtlich schien.
Woher wir das wissen
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Zur Originalquelle bei Wissenschaftsministerium Yunnan / Science and Technology Daily ↗Kurz erklärt
Echoortung bedeutet: Ein Tier erzeugt Laute und wertet die zurückgeworfenen Schallwellen aus. So lassen sich Hindernisse und Strukturen erkennen, selbst wenn das Sehen wenig hilft.
Warum das bemerkenswert ist
Bei Säugetieren verbindet man diese Fähigkeit vor allem mit Fledermäusen und Zahnwalen. Wenn Spitzmausmaulwürfe sie ebenfalls nutzen, ist das ein Hinweis darauf, dass ähnliche Lösungen unabhängig voneinander entstehen können.
Tiefer rein
Das Team des Kunming Institute of Zoology kombinierte Beobachtungen der Tiere mit einem großen Vergleich von Lautdaten aus fast tausend Säugetierarten. Dabei geht es nicht um eine Superkraft, sondern um Orientierung im engen, dunklen Lebensraum.
Noch mehr Fakten
Spitzmausmaulwürfe gehören zu den sehr kleinen, verborgen lebenden Säugetieren Südostasiens. Gerade bei ihnen können kurze, leise Laute nützlicher sein als ein ausgeprägter Sehsinn, weil sie unter Laub, Erde und dichter Vegetation unterwegs sind.

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